Der Schmerz in der Fußreflexzonenmassage:

Ein Umdenken ist erforderlich!!!!!

Der Schmerz ist hier ein Freund, der Wegweiser, denn der Schmerz zeigt uns an, wo „der Schuh drückt“ und er gibt uns auch Hinweise auf Veränderungen. Ein gesundes Gewebe schmerzt nicht!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! In der Regel sind nur krankhafte Veränderungen als schmerzhafte Punkte tastbar.

Im Ablauf der Massage, beim gleichmäßigen Durchtasten des Gewebes nehmen die Menschen verschieden Schmerzqualitäten wahr.

1. punktueller, stechender Schmerz, stecknadelkopfgroße Fläche

2. klarer und deutlicher Schmerz (in der Muskulatur)

3. schneidender Schmerz

4. dumpfer Schmerz, ohne deutliche Kontur

5. brennender Schmerz

Der Schmerz gibt dem Therapeuten mit dem Sichtbefund Hinweise, wo die belasteten Zonen liegen und er gibt Dosierungshilfen.

Der Schmerz ist ein Ruf nach Hilfe und an diesen Stellen muss auch massiert werden, aber es sollte immer auf eine Art und Weise massiert werden, dass der behandelte Mensch noch entspannt liegen kann. Wenn er sich verkrampft, wird er sich wehren gegen den Schmerz und damit gegen die Behandlung.

Unser Verhältnis zum Schmerz ist meist gestört und von belastenden Erlebnissen geprägt. Wir werten Schmerz meist negativ und vergessen oft seine positive Bedeutung: nämlich die Schutzfunktion.

Darum erlebe ich oft in meiner Praxis Aussagen wie: „Bitte da nicht massieren, dort tut es weh.“ Aber auch Aussagen frei nach dem Motto: „Der Indianer kennt keinen Schmerz“: „Machen sie ruhig weiter, ich kann einiges aushalten.“

Entweder versuchen wir, wo es geht Schmerzen auszuweichen und Abwehrhaltungen zu entwickeln, oder wir halten aus mehr als für uns gut ist und haben eine Grenze „Stopp“ zu sagen.

Die Schmerzerfahrung des Menschen während der Massage bietet die Chance sein Verhältnis zum Schmerz zu überdenken und neu zu gestalten.

Unsere Abwehrhaltung verhindert es mit Aufmerksamkeit den Schmerz einfach zu fühlen. Oft erlebe ich es, wie Menschen erstaunt feststellen, dass es Schmerzen gibt, die er als wohltuend erlebt. „ Es tut weh, aber es tut auch irgendwie gut.“

Ein wesentlicher Sinn der Fußreflexzonenmassage ist dieser veränderte Umgang mit dem Schmerz.

Er kann dazu führen, dass wir auch einen neuen Zugang zu anderen schmerzhaften und mühsamen Lebensvorgängen finden.

(In der Störung liegt die Lösung: siehe Prozessorientierte Psychologie)

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